Dr. Lorena Manea, Hautärztin
Kolentina-Klinik, Bukarest
Wie viele von uns sind im Laufe ihres Lebens schon einmal mit durch Akne verursachten Problemen konfrontiert worden? Wahrscheinlich gibt es nur wenige, die solche Herausforderungen tatsächlich nicht überwinden mussten.
In der Regel treten die ersten Anzeichen von Akne in der Pubertät auf, danach verschwindet sie in den meisten Fällen für immer. Manchmal jedoch bleiben die Pickel und Hautunreinheiten dauerhaft auf der Haut und bestehen sogar im Erwachsenenalter fort.
Was sind die Ursachen für das Auftreten von Akne?
Es wird angenommen, dass Akne hauptsächlich durch mehrere Faktoren verursacht wird. Das in der Haut produzierte Fettsekret, genannt Talg, kann stark von den Hormonen im Körper beeinflusst werden, sodass es zu einer übermäßigen Fettbildung kommt – einem Zustand, der als Seborrhoe bekannt ist. Diese Störung führt zusammen mit der Anhäufung abgestorbener Hautzellen zur Verstopfung der Haarfollikel oder anders gesagt – der Porengänge, in denen sich auch die „Säckchen“ der Talgdrüsen befinden.
Verstopfte Poren können sich leicht entzünden und bieten eine ideale Umgebung für die rasche Vermehrung der sogenannten „Cutibacterium acnes“ (eine spezielle Bakterienart, früher bekannt als „Propionibacterium acnes“). Im Verlauf dieses Prozesses entsteht eine anhaltende Entzündung, die für Akne als Hauterkrankung charakteristisch ist.
Es ist wichtig zu betonen, dass Akne trotz des Vorhandenseins dieses Bakteriums keine ansteckende Krankheit ist. Sie ist nicht ansteckend – man kann sie weder von jemandem „anstecken“ noch auf andere übertragen. Wie bereits erwähnt, beschränkt sich die Rolle dieses Bakteriums auf den Entzündungsprozess, der der Entstehung und dem Fortbestehen der aknebedingten Hautveränderungen zugrunde liegt.
Als aknefördernder Faktor wird oft auch die Ernährungsweise genannt. Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index, Milchprodukten und gesättigten Fetten (die sogenannte „westliche Ernährung“) in gewisser Weise mit Akne in Verbindung stehen kann. Wie genau dieser Zusammenhang funktioniert, muss jedoch noch weiter erforscht werden.
Arten von aknebedingten Hautveränderungen
Die üblichen Stellen, an denen Akne auftritt, sind Gesicht, Hals und Dekolleté sowie Rücken – alles Bereiche, in denen die Haut besonders reich an Talgdrüsen ist.
Aus klinischer Sicht kann sich Akne in verschiedenen Formen von Hautveränderungen zeigen:
-
Mitesser (offene Komedonen) – das sind oxidierte „Verstopfungen“ der Follikel, die entstehen, wenn der Talg an die Hautoberfläche gelangt und durch eine chemische Reaktion mit dem Sauerstoff aus der Luft dunkel wird;
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weiße Punkte (geschlossene Komedonen) – wie der Name schon sagt, handelt es sich um Follikel, die von einer Schicht Hautzellen verstopft sind – der Talg bleibt dann im Inneren der Porengänge blockiert, ohne an die Oberfläche zu gelangen. Äußerlich sehen diese Veränderungen wie kleine weiße Unterhautzwölbungen aus;
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Papeln sind rosa bis rotbraune Schwellungen, oft begleitet von sichtbarer Rötung und Schwellung;
-
Pusteln sind eitrige Hautveränderungen (Pickel);
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Knoten (Knötchen) sind tiefer in der Haut liegende eitrige Herde.
Bei leichter Akne treten meist nur einzelne Papeln, Pusteln und/oder Komedonen auf. Bei mittelschwerer Akne spricht man bereits von einer größeren Anzahl aknebedingter Hautveränderungen. Schwere Akne zeichnet sich durch viele Komedonen, Papeln und Pusteln aus, oft auch durch Knoten, die entzündet und schmerzhaft sein können.
Fettige und zu Akne neigende Haut benötigt lebenslange besondere Pflege
Unzweifelhaft sind die Beratung durch einen Facharzt für Hautkrankheiten und die richtige Behandlung von größter Bedeutung. Ebenso gilt jedoch, dass eine umfassende Routine zur Vorbeugung neuer Hautveränderungen der Schlüssel zu einer langfristigen Kontrolle der Akne ist. In diesem Sinne kann man mit Recht sagen, dass zu Akne neigende Haut ein Leben lang besondere Pflege benötigt.
Hier einige nützliche Tipps:
- Zur Reinigung der Haut morgens und abends verwenden Sie ein mildes Reinigungsmittel und vermeiden reizende und aggressive Formeln auf Alkoholbasis;
-
Verwenden Sie keine fettenden Produkte, weder für das Gesicht noch für die Kopfhaut;
-
Halten Sie die Haut optimal feucht, besonders wenn Sie aktive Produkte mit austrocknender Wirkung anwenden müssen;
- Wählen Sie Produkte, die als nicht komedogen oder ölfrei gekennzeichnet sind – diese werden von akneanfälliger Haut in der Regel gut vertragen.
Für leichtere Formen der Akne gibt es eine große Auswahl an Arzneimitteln, die bei der Behandlung hilfreich sein können. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen sie streng nach Anweisung des behandelnden Hautarztes angewendet werden.
Ein solches bekanntes Mittel ist zum Beispiel Benzoylperoxid. Es wirkt stark austrocknend, und genau der Arzt sollte entscheiden, in welcher Konzentration es für den jeweiligen Einzelfall angewendet wird. Wichtig ist auch zu wissen, dass Benzoylperoxid beim Kontakt Materialien entfärbt – Bettwäsche, Handtücher usw.
Peelingstoffe wie Azelainsäure und Salicylsäure oder Alpha-Hydroxysäuren (Glykolsäure, Milchsäure, Pyruvinsäure, Zitronensäure) werden ebenfalls in der Aknebehandlung eingesetzt. Sie haben oft eine austrocknende Wirkung auf die Haut und sollten daher mit einem geeigneten feuchtigkeitsspendenden Produkt kombiniert werden.
Wann sollte ich einen Hautarzt aufsuchen?
Mittelschwere und schwere Akne erfordern eine spezielle medizinische Behandlung – je früher, desto besser! Bei rechtzeitiger Therapie ist die Prognose für eine vollständige Heilung besser, und auch das Risiko dauerhafter Narben ist geringer. Letzteres ist besonders wichtig, denn gerade die Narben sind die schwerwiegendste und am schwierigsten zu behandelnde Folge der Erkrankung.
Welche Behandlung kann der Hautarzt verordnen?
Die örtliche Behandlung (Medikamente zur äußerlichen Anwendung) umfasst medizinische Gele/Creme, die meist antibakterielle oder antibiotische Wirkstoffe enthalten, wie:
-
Benzoylperoxid, Clindamycin, Erythromycin, Schwefel, Azelainsäure;
-
Retinoide: Vitamin-A-Derivate wie Tretinoin, Tazaroten und Adapalen.
Je nach Art und Stadium der Akne kann der Hautarzt auch eine systemische Behandlung (mit Medikamenten zur Einnahme) verordnen, die sein können:
-
Antibiotika wie Tetracyclin, Minocyclin, Doxycyclin, Erythromycin;
-
orale Verhütungsmittel und Spironolacton, deren Nutzen besonders bei hormonell bedingter Akne belegt ist;
-
Isotretinoin – ein Mittel der letzten Behandlungsstufe, das bei resistenter Erkrankung eingesetzt wird, die auf keine der zuvor genannten Medikamente anspricht.
Als Ergänzung zu den Medikamenten (zur äußerlichen oder oralen Anwendung) kann der Arzt auch das am besten geeignete feuchtigkeitsspendende Produkt auswählen. Das ist wichtig, denn entgegen der Erwartungen führt übermäßiges Austrocknen der Haut tatsächlich zu einer erhöhten Talgproduktion.
Die Verwendung von Sonnenschutz ist ein weiterer wesentlicher Punkt bei Akne – sowohl während der Behandlung als auch danach. Es ist bekannt, dass einige Medikamente ein lichtempfindlich machendes Potenzial haben – daher ist eine strikte Anwendung von Sonnenschutz erforderlich, um Verbrennungen und nachentzündliche Pigmentflecken zu vermeiden.
Unabhängig vom Behandlungsplan zeigen sich Behandlungserfolge meist erst nach Wochen, oft auch erst nach Monaten. Deshalb können Geduld und Ausdauer mit Recht als Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Verlauf der Behandlung bezeichnet werden.
Der Hautarzt rät: Fettige Haut und Pickel
Dr. Lorena Manea, Hautärztin
Kolentina-Klinik, Bukarest
Wie viele von uns sind im Laufe ihres Lebens schon einmal mit durch Akne verursachten Problemen konfrontiert worden? Wahrscheinlich gibt es nur wenige, die solche Herausforderungen tatsächlich nicht überwinden mussten.
In der Regel treten die ersten Anzeichen von Akne in der Pubertät auf, danach verschwindet sie in den meisten Fällen für immer. Manchmal jedoch bleiben die Pickel und Hautunreinheiten dauerhaft auf der Haut und bestehen sogar im Erwachsenenalter fort.
Was sind die Ursachen für das Auftreten von Akne?
Es wird angenommen, dass Akne hauptsächlich durch mehrere Faktoren verursacht wird. Das in der Haut produzierte Fettsekret, genannt Talg, kann stark von den Hormonen im Körper beeinflusst werden, sodass es zu einer übermäßigen Fettbildung kommt – einem Zustand, der als Seborrhoe bekannt ist. Diese Störung führt zusammen mit der Anhäufung abgestorbener Hautzellen zur Verstopfung der Haarfollikel oder anders gesagt – der Porengänge, in denen sich auch die „Säckchen“ der Talgdrüsen befinden.
Verstopfte Poren können sich leicht entzünden und bieten eine ideale Umgebung für die rasche Vermehrung der sogenannten „Cutibacterium acnes“ (eine spezielle Bakterienart, früher bekannt als „Propionibacterium acnes“). Im Verlauf dieses Prozesses entsteht eine anhaltende Entzündung, die für Akne als Hauterkrankung charakteristisch ist.
Es ist wichtig zu betonen, dass Akne trotz des Vorhandenseins dieses Bakteriums keine ansteckende Krankheit ist. Sie ist nicht ansteckend – man kann sie weder von jemandem „anstecken“ noch auf andere übertragen. Wie bereits erwähnt, beschränkt sich die Rolle dieses Bakteriums auf den Entzündungsprozess, der der Entstehung und dem Fortbestehen der aknebedingten Hautveränderungen zugrunde liegt.
Als aknefördernder Faktor wird oft auch die Ernährungsweise genannt. Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index, Milchprodukten und gesättigten Fetten (die sogenannte „westliche Ernährung“) in gewisser Weise mit Akne in Verbindung stehen kann. Wie genau dieser Zusammenhang funktioniert, muss jedoch noch weiter erforscht werden.
Arten von aknebedingten Hautveränderungen
Die üblichen Stellen, an denen Akne auftritt, sind Gesicht, Hals und Dekolleté sowie Rücken – alles Bereiche, in denen die Haut besonders reich an Talgdrüsen ist.
Aus klinischer Sicht kann sich Akne in verschiedenen Formen von Hautveränderungen zeigen:
Bei leichter Akne treten meist nur einzelne Papeln, Pusteln und/oder Komedonen auf. Bei mittelschwerer Akne spricht man bereits von einer größeren Anzahl aknebedingter Hautveränderungen. Schwere Akne zeichnet sich durch viele Komedonen, Papeln und Pusteln aus, oft auch durch Knoten, die entzündet und schmerzhaft sein können.
Fettige und zu Akne neigende Haut benötigt lebenslange besondere Pflege
Unzweifelhaft sind die Beratung durch einen Facharzt für Hautkrankheiten und die richtige Behandlung von größter Bedeutung. Ebenso gilt jedoch, dass eine umfassende Routine zur Vorbeugung neuer Hautveränderungen der Schlüssel zu einer langfristigen Kontrolle der Akne ist. In diesem Sinne kann man mit Recht sagen, dass zu Akne neigende Haut ein Leben lang besondere Pflege benötigt.
Hier einige nützliche Tipps:
Für leichtere Formen der Akne gibt es eine große Auswahl an Arzneimitteln, die bei der Behandlung hilfreich sein können. Um den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen sie streng nach Anweisung des behandelnden Hautarztes angewendet werden.
Ein solches bekanntes Mittel ist zum Beispiel Benzoylperoxid. Es wirkt stark austrocknend, und genau der Arzt sollte entscheiden, in welcher Konzentration es für den jeweiligen Einzelfall angewendet wird. Wichtig ist auch zu wissen, dass Benzoylperoxid beim Kontakt Materialien entfärbt – Bettwäsche, Handtücher usw.
Peelingstoffe wie Azelainsäure und Salicylsäure oder Alpha-Hydroxysäuren (Glykolsäure, Milchsäure, Pyruvinsäure, Zitronensäure) werden ebenfalls in der Aknebehandlung eingesetzt. Sie haben oft eine austrocknende Wirkung auf die Haut und sollten daher mit einem geeigneten feuchtigkeitsspendenden Produkt kombiniert werden.
Wann sollte ich einen Hautarzt aufsuchen?
Mittelschwere und schwere Akne erfordern eine spezielle medizinische Behandlung – je früher, desto besser! Bei rechtzeitiger Therapie ist die Prognose für eine vollständige Heilung besser, und auch das Risiko dauerhafter Narben ist geringer. Letzteres ist besonders wichtig, denn gerade die Narben sind die schwerwiegendste und am schwierigsten zu behandelnde Folge der Erkrankung.
Welche Behandlung kann der Hautarzt verordnen?
Die örtliche Behandlung (Medikamente zur äußerlichen Anwendung) umfasst medizinische Gele/Creme, die meist antibakterielle oder antibiotische Wirkstoffe enthalten, wie:
Je nach Art und Stadium der Akne kann der Hautarzt auch eine systemische Behandlung (mit Medikamenten zur Einnahme) verordnen, die sein können:
Als Ergänzung zu den Medikamenten (zur äußerlichen oder oralen Anwendung) kann der Arzt auch das am besten geeignete feuchtigkeitsspendende Produkt auswählen. Das ist wichtig, denn entgegen der Erwartungen führt übermäßiges Austrocknen der Haut tatsächlich zu einer erhöhten Talgproduktion.
Die Verwendung von Sonnenschutz ist ein weiterer wesentlicher Punkt bei Akne – sowohl während der Behandlung als auch danach. Es ist bekannt, dass einige Medikamente ein lichtempfindlich machendes Potenzial haben – daher ist eine strikte Anwendung von Sonnenschutz erforderlich, um Verbrennungen und nachentzündliche Pigmentflecken zu vermeiden.
Unabhängig vom Behandlungsplan zeigen sich Behandlungserfolge meist erst nach Wochen, oft auch erst nach Monaten. Deshalb können Geduld und Ausdauer mit Recht als Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Verlauf der Behandlung bezeichnet werden.