Theorie der dunklen Flecken

пигментация, хиперпигментация, петна по лицето

Dunkle Flecken ist die gebräuchliche Bezeichnung, die Dermatologen mit dem Begriff „Hyperpigmentierungen“ bezeichnen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Stellen, an denen die Haut dunkler ist – sie treten dort auf, wo Zellen, sogenannte „Melanozyten“, mehr Melanin produziert haben (das Pigment, das die Hautfarbe bestimmt).

 

Dies ist keineswegs ein seltenes Phänomen und kann sowohl Männer als auch Frauen betreffen; ebenso Menschen mit heller wie mit dunklerer Haut.

 

Dr. Martina Janeva hilft uns, mehr über Hyperpigmentierungen zu erfahren – mit anderen Worten, wir tauchen ein in die Theorie der dunklen Flecken!

 

Was ist eigentlich der Grund für ihr Auftreten?

 

Hyperpigmentierte Flecken können entstehen durch:

  • Hormonelle Veränderungen – die Diagnose „Melasma“ wird am häufigsten in der Schwangerschaft gestellt, wenn unter dem Einfluss der Hormone mehr Pigment produziert und ungleichmäßig in der Haut verteilt wird. Solche Flecken sind meist im Gesicht zu sehen – die sogenannte Schwangerschaftsmaske.
  • Sonne – dies ist die häufigste Form dunkler Flecken, auch „solares Lentigo“ (Sonnenflecken) genannt. Der Grund ist klar – direkte Einwirkung von ultravioletten Strahlen. Die Sonnenstrahlung regt die Melanozyten an, und durch die verstärkte Pigmentproduktion passieren zwei Dinge: Die Haut bekommt eine Bräune und sammelt Melanin nur an bestimmten Stellen an. Sonnenflecken betreffen die unbedeckten Körperstellen – Gesicht, Hände, Dekolleté, vor allem bei Menschen mit heller Haut. Sie ähneln sehr Sommersprossen, verblassen aber im Gegensatz zu diesen nicht im Winter.
  • Entzündung – wir sprechen von der sogenannten „postinflammatorischen Hyperpigmentierung“, wenn Flecken an Stellen auftreten, an denen die Haut verletzt war oder ein Entzündungsprozess stattgefunden hat. Solche Flecken entstehen nach Akne oder Verbrennungen.

Können wir uns vor dem Auftreten dunkler Flecken schützen?

 

Da die ultravioletten Sonnenstrahlen der Hauptfaktor für das Entstehen von Hyperpigmentierungen sind, lautet die erste und wichtigste Empfehlung, längere Sonnenexposition sowie Sonnenbrände zu vermeiden.

Das tägliche Auftragen einer lichtschützenden Creme mit mindestens LSF 30 ist ein weiterer unverzichtbarer Schritt sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung dunkler Flecken.

Was passiert, wenn die Flecken bereits unsere Haut „zieren“?

Seien wir ehrlich, fast immer erreichen wir diese Phase, einfach weil die Vorbeugung vernachlässigt wurde. Und das ist der Moment, in dem der Hautarzt eine der drei Hauptmethoden zur Behandlung der Hyperpigmentierungen wählt:

  • Chemisches Peeling – hierbei werden Säuren verwendet, um die oberste Hautschicht abzutragen und die Hauterneuerung anzuregen. Ein solches Peeling, kombiniert mit Wirkstoffen, die die Melaninbildung hemmen, bildet die Grundlage der dermatologischen aufhellenden Kosmetik wie Melabel.
  • Laserbehandlung – der Wirkungsmechanismus ist ähnlich wie bei der Anwendung von Säuren, mit dem Unterschied, dass hochenergetische Lichtstrahlen verwendet werden, die in unterschiedlicher Tiefe in die Haut eindringen.
  • Hydrochinon – eine organische Verbindung, ein Derivat des Benzols. Seine Anwendung führt zur Aufhellung der Haut und zur Verringerung der Melaninproduktion. Es ist nicht für eine dauerhafte Anwendung geeignet und die Behandlung erfolgt nur unter ärztlicher Aufsicht.

 

Zusammenfassend – was haben wir über dunkle Flecken gelernt:

 

Die Verursacher dunkler Flecken sind bekannt – das Pigment Melanin und die ultravioletten Sonnenstrahlen.

 

Der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung ist sowohl für die Vorbeugung als auch für die Behandlung der Flecken von grundlegender Bedeutung.

 

Bereits entstandene Flecken werden mit aufhellenden Produkten oder apparativen Verfahren behandelt – empfehlenswert nach Rücksprache mit einem Hautarzt.

 

Der Effekt tritt allmählich ein und hängt ganz von der Wahl des richtigen Verfahrens und der konsequenten Anwendung der ausgewählten Mittel ab.

 

Dr. Martina Janeva, Hautärztin in der Klinik EuroDerma.

Absolventin der Medizinischen Universität Montpellier, Frankreich, und der Medizinischen Universität Sofia. Fachärztin für Dermatologie in der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Acibadem City Clinic – Tokuda Krankenhaus.

Mitglied der Bulgarischen Ärztekammer, der Bulgarischen Dermatologischen Gesellschaft, der Nationalen Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie. Arbeitet aktiv im Bereich der Dermatoallergologie und des atopischen Ekzems.

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